Killarney
Kerrys geschäftigste Touristenstadt und das Tor zu seinem Nationalpark: Killarney ist ein farbenfroher, kompakter Ort am Ufer des Lough Leane. Seit dem achtzehnten Jahrhundert empfängt die Stadt Besucher, und die Eisenbahn und ein königlicher Besuch machten ihren Namen im viktorianischen Europa bekannt. Heute ist sie der natürliche Stützpunkt für die Seen, die Berge und den Ring of Kerry selbst.
Killarney verdankt seine Existenz mehr oder weniger der Aussicht. Die Stadt entstand Mitte des achtzehnten Jahrhunderts, als Thomas, der vierte Viscount Kenmare, daranging, Besucher zu der außergewöhnlichen Landschaft vor seiner Haustür zu locken - den Seen, den Wäldern und den Bergen, die später zum Killarney-Nationalpark werden sollten. Nach den Maßstäben irischer Städte ist sie ein junger Ort, ganz bewusst als Erholungsort angelegt, und im Geschäft der Gastfreundschaft ist sie seither geblieben.
Zwei Dinge festigten ihren Ruhm. 1853 erreichte die Eisenbahn Killarney, und fast über Nacht wurde aus dem Rinnsal von Reisenden eine Flut - die Handvoll Hotels vervielfachte sich binnen eines Jahres. Dann, 1861, kam Königin Victoria zu Besuch, und ihre Reise verankerte Killarney fest auf der viktorianischen Grand Tour, ein Name, der vornehmen Reisenden in ganz Europa geläufig war. Der Souvenirhandel, der um sie herum entstand, brachte sogar ein eigenes Kunsthandwerk hervor: die intarsierten Möbel aus Erdbeerbaumholz, das 'Killarney furniture', das Besucher des neunzehnten Jahrhunderts schätzten.

Bei aller langen Geschichte bleibt die Stadt zuallererst ein Stützpunkt. Von ihren Straßen aus brichst du auf zu Ross Castle am See, zu den prächtigen Räumen von Muckross House, zum Torc Waterfall und zum Gap of Dunloe, oder du startest die eigentliche Runde um den Ring of Kerry. Die Stadt selbst ist leicht zu Fuß zu erkunden: ein Knäuel bunter Ladenfronten und Pubs, die aufragende neugotische Kathedrale St Mary's und, am Rand des Zentrums wartend, die Pferdekutschen, deren Fahrer - die Jarveys - seit Generationen Besucher hinaus Richtung Park bringen.
Killarney ist gut angebunden, mit eigenem Bahnhof und guten Straßen aus Cork und von der weiteren Halbinsel, und das kompakte Zentrum macht es leicht, an einem Ort zu bleiben und von dort auszuschwärmen. Die meisten nutzen die Stadt für ein, zwei Nächte als Basis; das Bummeln ist kostenlos, die einzelnen Attraktionen verlangen separat Eintritt. Der Hochsommer, besonders Juli und August, bringt die größten Menschenmengen - die Nebensaison ist ruhiger und oft umso angenehmer.
